Jagdsignale

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Jagdhornsignale & Tierstimmen

91 Jagdhornsignale und 47 Tierstimmen – vom Anblasen des Treibens über die Totsignale bis zu Märschen und Fanfaren. Hier finden Sie die vollständige Übersicht; anhören lassen sich alle Signale in der App.

Allgemeine Signale (12)

Jagdleitsignale (33)

Totsignale (19)

Märsche (14)

Sonstige Lieder (2)

Tierlaute (47)

Fanfaren (9)

Jagdhunde (2)

Weitersagen: WhatsApp E-Mail

Jagdsignale hören und lernen – die App

Jedes dieser Signale lässt sich in der App anhören – beliebig oft, auch offline im Revier. Dazu ein Prüfungstrainer, der die Signale abfragt, bis sie sitzen.

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Wozu die Signale dienen

Jagdhornsignale ordnen den Ablauf einer Gesellschaftsjagd: Sie rufen zusammen, eröffnen und beenden ein Treiben, lenken die Treiberwehr und melden eine Notlage. Der praktische Nutzen liegt in der Verständigung ohne Worte – ein Hornsignal trägt über Entfernungen, auf denen Zurufe nicht mehr ankommen.

Die Jagdleitsignale sind die Kommandos im Jagdbetrieb. Die Allgemeinen Signale rahmen den Tag vom Zusammentreten bis zum Abschluss. Die Totsignale erweisen dem erlegten Wild die letzte Ehre und benennen dabei die Wildart. Märsche und Fanfaren haben keine Steuerungsfunktion; sie sind Musik für Umzüge, Wettbewerbe und festliche Anlässe.

Reihenfolge der Jagdsignale: Beispiel einer Signalfolge am Jagdtag

Die folgende Reihe zeigt einen möglichen Ablauf einer Gesellschaftsjagd. Welche Signale wann erklingen, hängt von der Jagdart und dem örtlichen Ablauf ab. Bei mehreren Treiben können sich einzelne Abschnitte wiederholen.

  1. Begrüßung – wird beim Zusammentreten der Jagdgesellschaft geblasen und eröffnet den jagdlichen Tag.
  2. Aufbruch zur Jagd – die Beteiligten fahren oder gehen zu den Ständen.
  3. Anblasen des Treibens – gibt den Beginn des Treibens bekannt. Als Ankündigung kann Das Ganze vorausgehen.
  4. Signale im laufenden Treiben – etwa Laut treiben, Stumm treiben, Halt oder Treiber in den Kessel. Sie lenken die Treiberwehr; Treiber in den Kessel bedeutet zugleich für die Schützen, dass nicht mehr in den Kessel geschossen werden darf.
  5. Hahn in Ruh – beendet die Schussabgabe; die Waffen sind zu entladen. Offiziell heißt das Signal Aufhören zu schießen.
  6. Wildablegen – fordert nach Abschluss des Treibens dazu auf, das erlegte Wild abzulegen beziehungsweise die Strecke zu legen.
  7. Die Totsignale – erklingen beim Verblasen der Strecke, für jede Wildart ihr eigenes, zum Beispiel Sau tot, Reh tot oder Fuchs tot.
  8. Jagd vorbei und Halali – stehen für den Abschluss des Jagdtages.
  9. Zum Essen – ruft die Jagdgesellschaft zur gemeinsamen Mahlzeit, häufig zum Schüsseltreiben.

Welche Signale tatsächlich geblasen werden und wie ausführlich der musikalische Rahmen ausfällt, richtet sich nach der Übung der jeweiligen Jagd und nach dem Repertoire der Bläsergruppe. Für den Jagdbetrieb sind die geltenden Sicherheitsvorschriften und die Anordnungen des Jagdleiters maßgeblich. Die verwendeten Signale werden vor Beginn bekannt gegeben.

Signale, die der Sicherheit dienen

Jeder Teilnehmer muss die bei dieser Gesellschaftsjagd verwendeten Sicherheitssignale und die damit verbundenen Anweisungen kennen. Hahn in Ruh beendet die Schussabgabe. Sobald Treiber in den Kessel ertönt, darf nicht mehr in den Kessel geschossen werden. Der Notruf meldet eine Notlage und Hilfebedarf.

Ob und welche Jagdsignale und Tierstimmen in der Prüfung erkannt werden müssen, richtet sich nach den jeweiligen Prüfungsvorgaben. Hörübungen helfen beim Wiedererkennen; bei Jagdsignalen gehört auch die Kenntnis ihrer Bedeutung dazu.

Noten zu den Jagdsignalen

Wer Jagdsignale nicht nur erkennen, sondern selbst blasen will, findet in Notenblättern eine hilfreiche Unterstützung. Zu 47 Signalen gibt es ein Notenblatt – eines davon steht hier frei zum Ansehen und Herunterladen. Zu den Jagdsignalen mit Noten →

Häufige Fragen zu Jagdsignalen

Wie viele Jagdsignale gibt es?

Eine für alle verbindliche Zahl gibt es nicht, weil neben den gebräuchlichen Signalen auch regionale und jüngere Stücke geblasen werden. Diese Übersicht führt 91 Aufnahmen: 12 Allgemeine Signale, 33 Jagdleitsignale und 19 Totsignale, dazu Märsche, Fanfaren und Jagdlieder.

Was bedeutet das Jagdsignal „Hahn in Ruh“?

„Hahn in Ruh“ beendet die Schussabgabe: Ab diesem Signal darf nicht mehr geschossen werden, und die Waffen sind zu entladen. Die offizielle Bezeichnung lautet „Aufhören zu schießen“.

Welches Jagdsignal steht am Ende der Jagd?

„Jagd vorbei“ bezeichnet den Abschluss des Jagdtages, auch das Halali ist mit dem Abschluss der Jagd verbunden. Das Ende der Schussabgabe ordnet schon vorher ein eigenes Signal an: „Aufhören zu schießen“, umgangssprachlich „Hahn in Ruh“.

Welche Jagdsignale muss man für die Jägerprüfung können?

Welche Jagdsignale Sie für die Prüfung kennen müssen, richtet sich nach den Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes beziehungsweise Schweizer Kantons. In Niedersachsen müssen beispielsweise Anblasen des Treibens, Treiber in den Kessel und Aufhören zu schießen aus fünf vorgeblasenen Signalen erkannt werden. Den weiteren Prüfungsumfang entnehmen Sie den örtlichen Prüfungsvorgaben und Lernzielen.

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