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Sprung

Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Rehwild vor

Der Zusammenschluss von mindestens drei Stücken Rehwild. Vor allem im Winter schließt sich Rehwild zu Sprüngen zusammen; bei Rot- und Damwild spricht man dagegen vom Rudel, beim Schwarzwild von der Rotte.

In der Praxis

Sprung nennt die Jägersprache den Verband, zu dem sich Rehwild vor allem im Winter zusammenschließt. Auf abgeernteten Feldern und Wiesen stehen dann mehrere Stücke gemeinsam, während dieselben Rehe im Sommer einzeln oder als Ricke mit Kitzen leben. Es handelt sich um einen lockeren, meist saisonalen Zusammenschluss, der sich im Frühjahr wieder auflöst, wenn die Böcke ihre Territorien besetzen.

Für die Ansprache ist der Sprung günstig und heikel zugleich. Günstig, weil mehrere Stücke nebeneinander stehen und sich unmittelbar vergleichen lassen — Größe, Körperform, Verhalten. Heikel, weil im Winter das Gehörn fehlt oder erst im Bast steht und den Böcken damit ein wichtiges Geschlechtsmerkmal fehlt. Körperbau, Kopfform und das Verhalten der Stücke zueinander bleiben als Hilfsmerkmale, tragen aber weder Geschlecht noch Alter mit Sicherheit.

Sprachlich ordnet sich der Begriff in eine Reihe, die zum Prüfungsstoff gehört: Rehwild bildet den Sprung, Rot-, Dam-, Sika- und Muffelwild sowie Gamswild bilden Rudel, Schwarzwild zieht in der Rotte. Daneben hat das Wort eine zweite, ganz andere Bedeutung — als Sprünge bezeichnet die Jägersprache die Hinterläufe des Hasen. Aus dem Zusammenhang muss deshalb hervorgehen, was gemeint ist.

Verwandte Begriffe

Rehwild Schwarzwild Rotte Rudel absprengen Balzsprung

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