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Rotte
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Schwarzwild vor
Der Verband, in dem Schwarzwild zusammenlebt. Eine Rotte wird von einer erfahrenen Leitbache geführt und besteht meist aus Bachen mit ihren Frischlingen und Überläufern; ältere Keiler leben überwiegend einzelgängerisch. Bei Rot- und Damwild heißt der Verband Rudel.
In der Praxis
Die Rotte ist der Sozialverband des Schwarzwildes und im Kern eine Familiengruppe: Bachen mit ihren Frischlingen und Überläufern. In größeren Verbänden kann eine ranghohe, erfahrene Bache als Leitbache das Raum-Zeit-Verhalten bestimmen; viele Rotten sind allerdings klein und umfassen nur eine oder zwei Bachen. Ältere Keiler leben überwiegend einzeln und schließen sich vor allem zur Rausche an.
Für die Ansprache ist der Verband die eigentliche Einheit. Ein einzelnes Stück lässt sich schlecht einschätzen, mehrere nebeneinander dagegen gut — Größenverhältnisse, Verhalten zueinander und die Reihenfolge beim Austreten sind dabei aufschlussreich. Deshalb lautet die Grundregel, erst die Rotte zu übersehen und dann zu entscheiden, statt auf das erste Stück anzutragen.
Sprachlich ist der Begriff dem Schwarzwild vorbehalten. Rot-, Dam-, Sika- und Muffelwild sowie Gamswild bilden Rudel, Rehwild schließt sich im Winter zum Sprung zusammen. Wer beim Schwarzwild von einem Rudel spricht, verwendet das Wort der falschen Wildart — eine der Unterscheidungen, die zum Prüfungsstoff gehören.
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