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Rudel
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Rotwild, Gamswild, Muffelwild vor
Der Verband mehrerer Stücke Rot- oder Damwild. Ein Rudel wird von einem erfahrenen Alttier, dem Leittier, geführt; Hirsche bilden außerhalb der Brunft eigene Hirschrudel. Beim Schwarzwild heißt der Verband dagegen Rotte, beim Muffelwild ebenfalls Rudel.
In der Praxis
Wer ein Rudel beobachtet, sieht zuerst die Ordnung darin. Ein Kahlwildrudel besteht aus Alttieren, Schmaltieren und den Kälbern des Jahres; geführt wird es von einem erfahrenen Alttier, dem Leittier, das vertraut oder sichert und dessen Verhalten den ganzen Verband steuert. Sichert das Leittier, heben die anderen die Häupter — flüchtet es, flüchtet alles. Für den Ansitz heißt das: Wer das Leittier vergrämt, kann den weiteren Anblick an diesem Abend vereiteln.
Hirsche halten sich außerhalb der Brunft in eigenen Rudeln, oft an anderen Einständen und mit weniger festem Gefüge. Erst zur Brunft löst sich diese Trennung auf. Die Zusammensetzung wechselt über das Jahr: Im Winter ziehen die Verbände enger zusammen, im Frühjahr, wenn die Alttiere setzen, lösen sie sich vorübergehend auf. Diese Wechsel sind revierabhängig und lassen sich nur durch eigene Beobachtung einschätzen.
Sprachlich ist der Begriff enger, als er klingt. Rudel sagt der Jäger beim Rot-, Dam-, Sika- und Muffelwild; auch Gamswild bildet Rudel. Das Schwarzwild dagegen zieht in der Rotte, Rehwild steht im Winter im Sprung. Die Unterscheidung gehört zum Prüfungsstoff und ist einer der Fälle, in denen ein falsches Wort sofort auffällt.
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