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Rosenstock
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Rotwild, Rehwild vor
Der Stirnzapfen am Schädel des Geweihträgers, auf dem die Geweih- bzw. Gehörnstange aufsitzt. Er ist ein bleibender Knochenfortsatz: Beim jährlichen Abwerfen löst sich nur die Stange, der Rosenstock bleibt erhalten, und von ihm aus wird das neue Geweih geschoben.
In der Praxis
Der Rosenstock ist der bleibende Teil am Kopf: ein knöcherner Fortsatz des Stirnbeins, auf dem die Stange sitzt. Abgeworfen wird nur die Stange — der Rosenstock bleibt stehen, und von ihm aus schiebt im Frühjahr das neue Geweih. Genau genommen wird beim Abwurf oberer Rosenstockknochen abgebaut und nur teilweise wieder ersetzt.
Daraus folgt der praktisch wichtigste Punkt: Was den Rosenstock oder seine Knochenhaut beschädigt, kann sich über ein Jahr hinaus auswirken. Ein Tritt, ein Kampf oder ein Streifschuss können folgende Geweihe verformen, schwächen oder ihre Neubildung verhindern — zwingend ist das nicht, aber es kommt vor.
Das erklärt Hirsche und Böcke, die Jahr für Jahr dasselbe kümmerliche oder verdrehte Geweih tragen, obwohl sie sonst gesund und gut im Futter stehen. Wer beim Ansprechen ein auffällig einseitig missgebildetes Geweih sieht, zieht deshalb eine alte Verletzung in Betracht, bevor er auf schlechte Anlagen schließt.
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