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Plattkopf

Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Rotwild vor

Plattkopf, auch Mönch, bezeichnet einen Hirsch, der dauerhaft kein Geweih schiebt. Ursachen können fehlende Rosenstockanlagen, frühe hormonelle Störungen oder Schäden am geweihbildenden Gewebe sein; vom vorübergehend niedrig gehenden Hirsch und vom Perückenbock ist er zu unterscheiden.

In der Praxis

Ein Plattkopf, auch Mönch, ist ein Hirsch, der dauerhaft kein Geweih schiebt. Zu unterscheiden ist er vom Hirsch, der lediglich abgeworfen hat und niedrig geht — der schiebt im Frühjahr wieder. Am einzelnen Anblick ist das nicht sicher zu trennen; erst die Beobachtung über die Schiebezeit hinweg gibt Gewissheit.

Über die Ursache wird mehr behauptet, als sich belegen lässt. Möglich sind eine fehlende Anlage der Rosenstöcke, eine sehr früh einsetzende hormonelle Störung oder eine Schädigung des geweihbildenden Gewebes. Eine einzige, für alle Fälle gültige Erklärung gibt es nicht — die verbreitete Auskunft, es liege stets an einer Schädigung des Kurzwildbrets, greift zu kurz.

Davon zu trennen ist der Perückenbock. Fällt beim ausgewachsenen Stück das männliche Geschlechtshormon aus, etwa durch Verlust oder Schädigung der Hoden, wächst statt eines normalen Gehörns wucherndes, dauerhaft bastbedecktes Gewebe weiter. Der Plattkopf schiebt kein ordentliches Geweih, der Perückenbock schiebt das Falsche. Ob und wann solche Stücke entnommen werden, richtet sich nach Abschussplan und Landesrecht — beim Perückenbock kommt hinzu, dass das wuchernde Gewebe dem Stück selbst zusetzen kann.

Verwandte Begriffe

niedrig Mönch Geweih Hirsch

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