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Geweih

Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Rotwild, Rehwild vor

Der Kopfschmuck aller Hirscharten, etwa von Rot-, Dam- und Sikahirsch. Es besteht aus Knochensubstanz, wird jährlich abgeworfen und neu geschoben; beim Rehbock spricht man vom Gehörn, beim Gamswild von der Krucke.

In der Praxis

Das Geweih durchläuft jedes Jahr denselben Kreislauf. Nach dem Abwurf schiebt der neue Kopfschmuck aus den Rosenstöcken; beim Rothirsch fällt der Abwurf vom Spätwinter bis ins Frühjahr, wobei alte Hirsche gewöhnlich früher abwerfen als junge, die sich bis in den April oder Mai Zeit lassen können. Während des Wachstums ist das Geweih von der stark durchbluteten Basthaut überzogen und empfindlich; erst wenn der Knochen ausgereift ist, stirbt der Bast ab und wird gefegt. Danach ist es totes Knochenmaterial ohne Blutversorgung.

Für das Ansprechen liefert es Anhaltspunkte, aber keine Gewissheit. Enden zählt sich schnell, doch Endenzahl und Alter hängen nur lose zusammen; Ernährung, Bodengüte, Gesundheit und Veranlagung wirken mit. Kein einzelnes Merkmal trägt die Ansprache — Geweih, Körperbau, Haltung und Verhalten ergeben erst zusammen ein Bild, und auch dieses bleibt eine Schätzung. Ein starkes Geweih auf einem jungen Hirsch ist möglich, ein altes Stück mit zurückgesetztem Geweih ebenso.

Die Jägersprache trennt hier genau, und die Prüfung fragt danach. Ein Geweih aus jährlich neu gebildetem Knochen tragen die Hirscharten — Rot-, Dam-, Sika- und Elchwild — sowie, sprachlich als Gehörn bezeichnet, der Rehbock. Das Gamswild trägt Krucken, der Muffelwidder Schnecken, das Steinwild ein Gehörn aus bleibendem Horn; diese wachsen lebenslang weiter und werden nicht abgeworfen. Die Farbe des gefegten Geweihs entsteht durch Pflanzensäfte und hängt vom Bewuchs am Fegeort ab; ein Gütemerkmal ist sie nicht.

Verwandte Begriffe

Gamswild Rehbock Gehörn Himmelszeichen Doppelschaufel Vordersprosse

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