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Waffen
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Raubwild, Schwarzwild, Federwild vor
Die Krallen von Luchs, Wildkatze und Greifvögeln sowie die oberen und unteren Eckzähne des Keilers. Beim Keiler heißen die unteren Waffen Gewehre, die oberen Haderer; zusammen bilden sie das Gewaff.
In der Praxis
Beim Keiler heißen alle vier Eckzähne zusammen Waffen oder Gewaff: Die langen unteren sind die Gewehre, auch Hauer oder Wetzer genannt, die kürzeren oberen die Haderer; an diesen werden die Gewehre bei den Kieferbewegungen gewetzt und scharf gehalten.
Bei der Bache heißen die schwächeren Eckzähne gewöhnlich Haken. Beim Luchs und bei der Wildkatze meint Waffen dagegen etwas ganz anderes: die einziehbaren Krallen — ihre Zähne heißen Fänge. Auch bei Greifvögeln sind die Waffen die Krallen der bewaffneten Fänge. Beim Luchs heißen also die Zähne Fänge und die Krallen Waffen; beim Keiler bilden dagegen die vier Eckzähne zusammen die Waffen.
Die zweite Lexikonbedeutung, Waffen im Sinne der blanken Waffen, bezeichnet Hieb- und Stoßwaffen sowie Messer. Die Bedeutung ist daher nur zusammen mit der Wildart eindeutig und darf nicht ohne Weiteres von einem Tier auf ein anderes übertragen werden. Beim Greifvogel lohnt außerdem eine Unterscheidung, womit gebeutet wird: Habicht und Adler töten vor allem mit den Fängen, Falken überwiegend durch den Biss.
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