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Gewaff

Die Eckzähne des Keilers — oben die Haderer, unten die Hauer, auch Gewehre oder Wetzer genannt — sowie die Krallen der Greifvögel. Das Gewaff des Keilers ist zugleich seine Waffe und eine begehrte Trophäe.

In der Praxis

Das Gewaff des Keilers besteht aus zwei Zahnpaaren, die zusammenwirken: den unteren Gewehren und den oberen Haderern. Weil sich beide beim Öffnen und Schließen des Gebrechs aneinander reiben, bleiben die Gewehre scharf — die Haderer wirken dabei als Wetzsteine, weshalb sie auch Wetzer heißen.

Für das Ansprechen ist das Gewaff nur bedingt brauchbar. Bei starken Keilern treten die Gewehre sichtbar aus dem Gebrech hervor, bei jüngeren nicht; und im Dunkeln, in hohem Bewuchs oder bei ungünstigem Winkel ist davon ohnehin nichts zu erkennen. Als Trophäe wird es nach dem Erlegen ausgekocht und aufgebrochen, wobei die tief in den Kiefern sitzenden Zahnteile zum Vorschein kommen — die Gewehre sind erheblich länger, als sie am lebenden Stück wirken.

Vorsicht gilt am erlegten Stück. Ein nur betäubter Keiler richtet mit dem Gewaff erheblichen Schaden an; deshalb wird von hinten herangetreten und mit langem Stock geprüft, bevor jemand Hand anlegt. Bei Greifvögeln bezeichnet Gewaff die Krallen.

Verwandte Begriffe

Gewehre Haderer Hauer Unterwurf Fangzähne schärfen

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