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Tritt
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde, Federwild vor
Der einzelne Abdruck eines Laufes in Fährte, Spur oder Geläuf. Daneben bezeichnet Tritt auch die Füße der Hühner, Tauben und kleineren Vögel – wieder ein Wort mit doppelter Bedeutung in der Jägersprache.
In der Praxis
Ein einzelner Tritt sagt weniger, als man ihm gern zutraut, aber er sagt etwas. Beim Rehwild ist er schmal und spitz, kaum größer als ein Daumen; beim Rotwild deutlich größer und runder, beim Schwarzwild breit, stumpf und häufig mit seitlich abzeichnendem Geäfter. Damwild liegt zwischen Reh und Rothirsch und ist ohne Vergleichsstück schwer zu trennen. Entscheidend ist immer der frische, vollständige Abdruck in weichem, aber nicht schlammigem Boden.
Für die Arbeit im Revier lohnt es, feste Prüfstellen zu haben: eine Stelle am Wegrand, die nach Regen glatt gezogen ist, ein sandiger Streifen an der Suhle, der Rand eines Wildackers. Wer dort regelmäßig nachsieht, lernt die Tritte der Stücke im eigenen Bestand kennen und erkennt Veränderungen — neu zugewanderte Sauen, ein Stück, das ungleichmäßig auftritt.
Die Fehlerquellen sind groß. Weicher Untergrund lässt jeden Tritt breiter und größer erscheinen, im Sprung spreizen die Schalen zusätzlich. Ein einzelner Abdruck erlaubt daher weder ein Urteil über Stärke noch über Geschlecht. Erst die Folge mehrerer Tritte, ihr Abstand und ihre Regelmäßigkeit ergeben ein Bild — und auch dann bleibt es eine Schätzung.
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