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Geläuf
Die Spuren allen Federwildes. Nur bei Auerhahn und Trappe spricht der Jäger auch von einer Fährte — eine Ausnahme, denn Fährten hinterlässt sonst allein das Schalenwild.
In der Praxis
Das Geläuf ist die Spurenwelt des Federwildes, und sie liest sich anders als eine Fährte. Bei Hühnervögeln zeigen die Abdrücke typischerweise drei nach vorn und eine nach hinten gerichtete Zehe; bei anderen Arten sieht es anders aus — Schwimmhäute bei Enten und Gänsen, reduzierte oder fehlende Hinterzehen bei weiteren Gruppen. Schrittlänge und Gangbild unterscheiden sich ebenfalls nach Art und Fortbewegung.
Auf Schnee, feuchtem Ackerboden und an Gewässerrändern zeichnen die Abdrücke häufig deutlich ab. Zusammen mit Federn und Losung können sie Hinweise auf Artgruppen und darauf geben, wie eine Fläche genutzt wird; ein einzelnes Trittsiegel erlaubt oft nur die Artgruppe, nicht die Art. Eine Aussage über den Besatz ergibt sich daraus nicht — dafür braucht es andere Verfahren.
Als traditionelle Grundregel gilt: Schalenwild hinterlässt eine Fährte, übriges Haarwild in der Regel eine Spur, Federwild ein Geläuf — beim Auerwild und bei der Trappe ist ebenfalls von einer Fährte die Rede.
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