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Kessel
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Raubwild, Schwarzwild vor
Das Lager einer Sauenrotte bzw. ein erweiterter Raum im Fuchs- oder Dachsbau. Zum Frischen legt die Bache einen ausgepolsterten Wurfkessel an; im Bau ist der Kessel der Wohnraum, den die Röhren verbinden.
In der Praxis
Der Kessel ist der Ruheplatz des Schwarzwildes: eine flache Vertiefung oder niedergedrückte Stelle in Boden, Schnee oder dichter Vegetation, oft mit Laub, Gras oder Zweigen ausgelegt. Frische Fährten, Borsten, Geruch, noch feuchtes oder warmes Material und stark niedergedrückte Vegetation zeigen an, dass er kürzlich benutzt wurde.
Mehrere eng benachbarte Liegestellen deuten auf mehrere Sauen hin — eine sichere Rottenschätzung erlauben sie nicht, und nicht jeder Kessel gehört einer ganzen Rotte. Der Wurfkessel ist ein Sonderfall: Die Bache trägt Gras, Laub, Moos und Zweige zusammen und kann daraus ein schützendes Dach bilden. Ein gewöhnlicher Sauenkessel ist kein Wurfkessel.
Zwei weitere Bedeutungen tragen denselben Namen. Im Erdbau — bei Fuchs und Dachs, aber auch bei Murmeltier und Wildkaninchen — heißt die erweiterte Kammer Kessel; „Wohnraum“ wäre dafür zu menschlich gedacht. Und beim Kesseltreiben bezeichnet der Kessel den Raum, den Schützen und Treiber einschließen.
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