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Parallaxe

Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Jagdoptik vor

Die scheinbare Verschiebung zwischen Zielobjekt und Absehen einer Zieloptik. Sie tritt auf, wenn das Auge außerhalb der optischen Achse liegt und das Ziel nicht in der parallaxefrei justierten Entfernung steht; viele Zielfernrohre besitzen dafür einen Parallaxeausgleich.

In der Praxis

Bei jagdlichen Zielfernrohren ist die Optik meist fest auf 100 Meter parallaxefrei justiert, bei manchen ausgesprochenen Drückjagdgläsern auf eine kürzere Distanz. Solange das Auge mittig und mit gleichbleibender Wangenauflage hinter dem Okular sitzt, bleibt der Versatz auf üblichen Ansitzentfernungen zwischen etwa 50 und 150 Metern so klein, dass er gegenüber Streuung der Munition und eigener Zitterbewegung nicht ins Gewicht fällt.

Wichtiger als ein Verstellturm ist deshalb ein wiederholbarer Anschlag. Wandert der Kopf, wandert das Absehen scheinbar über das Ziel; sichtbar wird das, wenn man den Kopf bei ruhig aufgelegter Waffe leicht seitlich bewegt und beobachtet, ob das Absehen im Ziel stehen bleibt.

Ein Parallaxeausgleich lohnt vor allem bei hoher Vergrößerung und weiten oder sehr kurzen Distanzen, etwa auf der Bergjagd. Auf der Drückjagd ist er eher hinderlich, weil zum Einstellen keine Zeit bleibt. Nicht verwechseln mit der Absehenschärfe, die über den Dioptrienausgleich geregelt wird.

Verwandte Begriffe

Absehen Tritt

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