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Flucht
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde vor
Ein weiter Sprung des Schalenwildes. Flüchtendes Wild bewegt sich in Fluchten fort; die weit auseinanderliegenden Trittsiegel verraten dem fährtengerechten Jäger, dass das Stück hochflüchtig war.
In der Praxis
Flucht bezeichnet in der Jägersprache nicht das Weglaufen an sich, sondern den einzelnen weiten Sprung des Schalenwildes. Ein hochflüchtiges Stück bewegt sich in Fluchten fort; entsprechend heißt es, ein Reh sei in drei Fluchten in der Dickung verschwunden. Der Ausdruck beschreibt also ein Bewegungsmaß, nicht eine Gemütslage — was die Prüfung gern über die Abgrenzung zu ziehen, rücken und schnüren abfragt.
Am Boden bleibt die Flucht ablesbar. Die Trittsiegel liegen weit auseinander, die Schalen sind gespreizt, und bei manchen Wildarten zeichnet das Geäfter deutlicher mit. Ob ein Stück tatsächlich flüchtig war, ergibt sich aber erst aus dem Gesamtbild von Schrittlänge, Spreizung, Gangart und Untergrund — beim Schwarzwild etwa zeichnet das Geäfter auf geeignetem Boden auch beim ruhigen Ziehen mit und taugt dort nicht als Fluchtzeichen.
Nach dem Schuss ist das Fluchtverhalten ein wichtiges Pirschzeichen. Wie das Stück zeichnete, in welche Richtung es abging, ob es hochflüchtig oder verhalten wegzog, ob es zusammenbrach und wieder hochkam — all das gehört zum Bericht an den Nachsuchenführer, zusammen mit Schweiß, Schnitthaar und der Uhrzeit. Aus dem Verhalten allein lässt sich der Treffersitz nicht bestimmen, aber es engt die Möglichkeiten ein.
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