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Dämmerungszahl
Eine Kennzahl für Optiken: die Quadratwurzel aus dem Produkt von Objektivdurchmesser und Vergrößerung. Sie liefert nur einen groben Anhaltspunkt für die Verwendbarkeit in Dämmerung und Nacht; die tatsächliche Leistung hängt zusätzlich von Glasqualität und Transmission ab.
In der Praxis
Vergleichbar ist die Zahl nur zwischen Geräten ähnlicher Bauart und Güte. Ein 8x56 erreicht rund 21, ein 10x42 gut 20, ein 8x42 etwa 18 und ein 6x42 knapp 16. Auffällig ist, dass die Formel die Vergrößerung ebenso stark gewichtet wie den Objektivdurchmesser: Mehr Vergrößerung zeigt mehr Details, solange genug Licht ankommt.
In der Praxis hat das Grenzen. Bei einsetzender Dunkelheit hilft Vergrößerung nur, wenn die Austrittspupille noch groß genug für das geweitete Auge ist; ein rechnerisch gut dastehendes Glas kann im letzten Büchsenlicht dunkler wirken als eines mit kleinerer Kennzahl. Zudem gilt der Wert für ein ruhig gehaltenes Bild — freihändig auf dem Ansitz oder bei der Nachsuche ist hohe Vergrößerung selten voll nutzbar.
Nicht enthalten sind Glassorte, Vergütung und Transmission, also genau die Eigenschaften, die zwei Optiken mit identischem Wert spürbar unterscheiden. Als grobe Vorauswahl im Katalog taugt die Rechengröße, den Vergleich am Abend im Revier ersetzt sie nicht.
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