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Birkhahn
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Federwild, Jagdrecht vor
Der Birkhahn ist das männliche Stück des Birkwilds. Das Birkhuhn ist ein mittelgroßes Raufußhuhn und deutlich kleiner als das Auerhuhn. Ein adulter Birkhahn ist gewöhnlich gut zu erkennen: glänzend blauschwarzes Gefieder, leuchtend rote Rosen über den Augen, weiße Unterschwanzdecken und der leierförmige Stoß, der in der Jägersprache Spiel heißt. Seine äußeren, nach außen gekrümmten Steuerfedern sind die Sicheln; sie werden als Spielhahnfedern traditionell als Hutschmuck getragen. Die Henne, die Birkhenne, ist braun getarnt. Seltene Hybriden aus Birkhahn und Auerhenne heißen Rackelwild und können die Bestimmung erschweren.
Birkwild bewohnt offene und halboffene Landschaften: Moore, Heiden, Almen und die Kampfzone an der Waldgrenze. Vor allem in den mitteleuropäischen Tieflagen ließen Moorentwässerung, Aufforstung, Verbuschung und die Zerschneidung geeigneter Lebensräume die Bestände stark zurückgehen.
Kennzeichnend ist die Gruppenbalz. Im Frühjahr versammeln sich mehrere Hähne auf einem traditionellen Balzplatz, der über Jahre genutzt wird. Dort tragen sie zwei Lautäußerungen vor: das anhaltende, blubbernde Kollern, das an entferntes Gurgeln erinnert, sowie kurze, scharfe Zisch- oder Fauchtöne. Dabei wird das Spiel aufgefächert; Sprünge und ritualisierte Rangkämpfe begleiten die Balz.
In Deutschland ist Birkwild ganzjährig geschont. In Österreich richten sich Schonzeit und etwaige Entnahmen nach dem jeweiligen Landesrecht; in den Alpenländern Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg sind zeitlich und zahlenmäßig eng begrenzte Ausnahmen für Birkhähne möglich.
In der Praxis
Balzplätze werden oft über viele Jahre, teils Jahrzehnte genutzt; die Hähne finden sich dort im Frühjahr vor Sonnenaufgang ein. Ihre Kenntnis ermöglicht verlässliche Zählungen, macht sie aber zugleich besonders störungsanfällig. Im Schnee verrät sich ein Balzplatz durch Trittsiegel und Losung, die sich an derselben Stelle häufen.
Deshalb wird aus Distanz gezählt, aus getarnten Schirmen und zu festgelegten Terminen; erst vergleichbare Zahlen über mehrere Jahre tragen eine Entnahme. In den österreichischen Alpenländern sind Ausnahmen für Birkhähne möglich, zeitlich und zahlenmäßig eng begrenzt. In Deutschland ist Birkwild ganzjährig geschont.
Vom Brauchtum blieb der Hutschmuck. Die nach außen gebogenen äußeren Steuerfedern heißen Sicheln und werden als Spielhahnfedern getragen. Sie können aus älteren Beständen, aus legaler Entnahme oder aus anderen rechtmäßigen Quellen stammen; aus dem Schmuckstück allein lässt sich die Herkunft nicht bestimmen.
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