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Rackelwild
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Federwild vor
Eine Kreuzung zwischen Birk- und Auerwild. Rackelhähne entstehen dort, wo beide Arten denselben Lebensraum und benachbarte Balzplätze nutzen; das Balzen des Rackelwildes heißt rackeln.
In der Praxis
Rackelwild ist keine eigene Art, sondern ein Hybrid — und die Richtung gehört dazu: Der typische Rackelhahn entsteht aus Birkhahn und Auerhenne. Die umgekehrte natürliche Kreuzung ist außergewöhnlich. Rackelhähne treten dort auf, wo beide Arten denselben Lebensraum und benachbarte Balzplätze nutzen.
Eine verbreitete Vereinfachung ist zu berichtigen: Rackelhähne sind nicht pauschal unfruchtbar. Hähne der ersten Generation können eingeschränkt fruchtbar sein und sich mit Auerhennen rückkreuzen; die Hennen der ersten Generation gelten dagegen als steril.
Jagdlich und für die Hege ist der Rackelhahn ein Problemfall. Er kann Birkhahnbalzen erheblich stören, Hähne vertreiben und sogar töten — in kleinen, ohnehin bedrängten Beständen wiegt das schwer. Sein Balzen heißt rackeln. Wie mit ihm umzugehen ist, entscheidet nicht der einzelne Jäger, sondern das jeweilige Landesrecht: Auer- und Birkwild stehen unter besonderem Schutz, und ein Rackelhahn ist auf Entfernung nicht immer sicher anzusprechen.
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