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Witterung
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde, Jagdhunde, Raubwild vor
Das Wetter beziehungsweise der Geruch, der von Mensch oder Wild und dessen Fährte, Spur oder Geläuf ausgeht. Für den Hund ist die Witterung Grundlage jeder Such- und Nachsuchenarbeit; auch Lockmittel für Raubwild werden Witterung genannt.
In der Praxis
Witterung meint in der Jägersprache zweierlei, und die Verwechslung ist eine beliebte Prüfungsfalle. Zum einen ist es der Geruch, der von Mensch, Wild oder deren Fährte ausgeht — die Grundlage jeder Hundearbeit. Zum anderen bezeichnet dasselbe Wort das Wetter. Aus dem Zusammenhang ergibt sich meist, was gemeint ist: Wer sagt, der Hund habe Witterung aufgenommen, meint den Geruch; wer von guter Witterung spricht, meint die Verhältnisse.
Für die Arbeit im Revier ist der Wind ein entscheidender Faktor. Er trägt die eigene Witterung, und die trägt weiter, als man annimmt — bei feuchter, kühler Luft und stabiler Schichtung deutlich weiter als an einem trockenen, warmen Nachmittag. Der Tagesgang der Thermik hängt an der Erwärmung, nicht an der Uhr: Nachts und vor Sonnenaufgang fällt kühle Luft hangabwärts, ein Aufwind setzt erst ein, wenn die Hänge sich ausreichend erwärmt haben, und am Abend kehrt sich das mit der Abkühlung wieder um. Deshalb funktioniert derselbe Sitz morgens und abends unterschiedlich gut.
Für den Hund kommt es auf das Zusammenspiel von Boden, Feuchte, Temperatur und Alter der Fährte an. Feuchter, bewachsener Boden hält Witterung meist gut, trockener Sand und harte Wege lassen sie rascher verfliegen; wie sich Frost und Schnee auswirken, hängt von den Umständen ab und lässt sich nicht pauschal als schlecht einordnen. Eine Nachsuche am kühlen Morgen trifft daher oft günstigere Bedingungen als eine am heißen Nachmittag — planbar ist das nur begrenzt, denn der Zeitpunkt richtet sich nach dem Treffersitz.
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