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verbrechen
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde, Jagdhunde vor
Das Kennzeichnen einer Stelle mit einem Bruch, etwa des Anschusses oder einer Fährte, um sie sicher wiederzufinden. Die Brüche gehören zur stummen Sprache des Jägers; der verbrochene Anschuss ist Ausgangspunkt jeder Nachsuche.
In der Praxis
Mit einem Zweig lässt sich mehr sagen als mit einem Zuruf. Verbrechen heißt, Zweige zu Bruchzeichen herzurichten — die stumme Sprache des Jägers, und bei der Nachsuche die wichtigste Dokumentation überhaupt.
Zwei Brüche gehören dazu. Der Anschussbruch wird unbefegt und senkrecht am Anschuss gesteckt: Hier stand das Stück im Augenblick des Schusses. Der Fährtenbruch liegt am Boden und zeigt die Fluchtrichtung an — bei männlichem Wild weist das gebrochene Ende nach vorn, bei weiblichem die gewachsene Spitze. Das jeweils rückwärtige Ende wird durch einen kleinen Querbruch geäftert; bei unbekannter Fluchtrichtung kann doppelt geäftert werden.
Warum das zählt, zeigt sich erst Stunden später. Das Nachsuchengespann kommt an eine Stelle, die es nicht kennt, und braucht zwei Auskünfte: wo geschossen wurde und wohin das Stück ist. Verbrochene Zeichen sparen ihm die halbe Arbeit, eine Erzählung aus dem Gedächtnis meist nicht. Vom Standbruch, der den Schützenstand markiert, ist all das zu trennen.
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