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Stoß
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Federwild vor
Die allgemeine Bezeichnung für den Schwanz der größeren Federwildarten. Daneben bestehen artspezifische Namen: beim Birkhahn und beim Fasan das Spiel, beim Auerhahn der Fächer. Sehr kurze Schwänze wie bei der Bekassine heißen Steiß; beim Beizvogel dienen die Stoßfedern als Steuer im Flug.
In der Praxis
Der Stoß ist der Schwanz des Federwildes und wirkt im Flug als Steuer. Ein aufgefächerter Stoß kann Bremsen, Wenden oder Stabilisieren unterstützen, ein eng geführter begleitet den zügigen Geradeausflug. Beim Beizvogel dienen die Stoßfedern entsprechend der Steuerung.
Beim Ansprechen am Boden hilft er, Arten und Geschlechter zu trennen: Der Fasanenhahn trägt einen deutlich längeren Schwanz als die Henne. Bei den Bezeichnungen ist die Jägersprache allerdings nicht einheitlich — beim Birkhahn heißt der Schwanz Spiel, beim Fasan nennen ihn Verbandsquellen in Deutschland und Österreich meist Stoß. Sehr kurze Schwänze, klassisches Beispiel die Bekassine, werden Steiß genannt.
Solche Wortunterschiede wirken kleinlich, sind aber der Kern der Jägersprache: Sie benennt nicht Körperteile, sondern Körperteile bestimmter Wildarten. Wo die Quellen auseinandergehen, lohnt der Blick in die Unterlagen des eigenen Landesverbandes — die Prüfung richtet sich danach.
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