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Stecher
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Waffen und Schießwesen vor
Die Abzugseinrichtung einer Büchse, mit der das Stechschloss gespannt wird. Der eingestochene Abzug löst mit sehr geringem Widerstand aus und ermöglicht ein feines Abkommen; gebräuchlich sind unter anderem Doppelzüngelstecher und Rückstecher.
In der Praxis
Der Stecher verringert den Abzugswiderstand auf einen Bruchteil. Das erlaubt ein feines Abkommen und macht die Waffe im selben Augenblick gefährlich. Daraus folgt die eine Regel, die für jede Bauart gilt: Eingestochen wird erst unmittelbar vor der beabsichtigten Schussabgabe, wenn das Stück angesprochen und der Kugelfang geprüft ist. Eine eingestochene Waffe wird nicht getragen, nicht abgestellt und nicht über längere Zeit schussbereit gehalten.
Fällt der Schuss aus, wird sofort gesichert und entstochen. Wie beides zusammenspielt, hängt von der Konstruktion ab — manche Waffen entstechen beim Öffnen des Verschlusses von selbst, bei anderen wird der gesicherte Abzug betätigt, und auch die Reihenfolge von Sichern und Einstechen ist nicht bei allen Systemen dieselbe. Eine allgemeingültige Handgriffanweisung gibt es deshalb nicht; maßgeblich sind die Bedienungsanleitung der jeweiligen Waffe und die Ausbildung daran, und die Mündung zeigt dabei in eine ungefährliche Richtung.
Zwei Bauarten sind gebräuchlich: Beim Rückstecher, auch französischer Stecher, wird dasselbe Züngel zum Einstechen nach vorn gedrückt; beim Doppelzüngelstecher, dem deutschen Stecher, sticht das hintere Züngel ein und das vordere löst aus. Wer eine fremde Waffe führt, klärt das vor dem Ansitz und nicht auf dem Hochsitz.
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