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Stecher
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Federwild vor
Der Schnabel aller schnepfenartigen Vögel. Mit dem langen, empfindsamen Stecher sticht oder wurmt die Waldschnepfe im weichen Boden nach Würmern; die bewegliche Schnabelspitze ertastet dabei die Beute.
In der Praxis
Die Waldschnepfe sticht mit ihrem Schnabel in weichen Boden und sucht dort nach Würmern — das Wurmen. Sehen kann sie dabei nichts; sie ertastet die Beute.
In den vorderen 30 bis 35 Prozent des Schnabels liegen etwa 610 bis 630 knöcherne Sinnesgruben mit Mechanorezeptoren. Mit diesem Schnabelspitzenorgan nimmt die Schnepfe Druckänderungen und Erschütterungen im Boden wahr. Dazu kommt eine Eigenheit des Baus: Sie kann die Spitze des Oberschnabels gegenüber dem übrigen Schnabel anheben, was Rhynchokinese heißt. Im Boden entsteht dadurch eine kleine Zange, die den Wurm greift, ohne dass der ganze Stecher herausgezogen werden muss.
Weicher, frostfreier Boden erleichtert das Wurmen erheblich; bei Bodenfrost weichen Waldschnepfen auf erreichbare Nahrungsplätze oder in günstigere Gebiete aus. Nicht zu verwechseln ist dieser Stecher mit der gleichnamigen Feinabzugseinrichtung an der Büchse.
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