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Schwinge

Die Flügel bei starkem Federwild und bei Beizvögeln. Bei kleinerem Federwild spricht man schlicht von Flügeln; die großen Schwungfedern des Beizvogels heißen in der Falknersprache Schwungpennen.

In der Praxis

Schwingen sind die Flügel des starken Federwildes und des Beizvogels. Bei kleineren Arten ist je nach Sprachtradition von Flügeln oder Fittichen die Rede — auch das eine Unterscheidung, die sich nach Wildart und Überlieferung richtet, nicht nach der Anatomie.

In der Falknerei ist der Begriff besonders gebräuchlich, weil dort mit dem Federkleid gearbeitet wird. Die großen Schwungfedern heißen Schwungpennen. Eine beschädigte Feder wird durch Schiften ersetzt: Rest- und Ersatzfeder werden mit einer Schiftnadel und Kleber verbunden. Wer einen Beizvogel führt, achtet auf den Zustand der Schwingen wie ein Reiter auf die Hufe.

Für die Jagd auf Federwild ist der Flügelschlag eines der Erkennungsmerkmale im Flug, neben Silhouette, Größe, Färbung, Flugweise und Stimme. Arten unterscheiden sich hörbar und sichtbar: Schwimmenten stehen steil auf, Tauchenten laufen meist über das Wasser an, Fasanen poltern laut hoch. Das gehört zum Ansprechen im Flug, bei dem für eine ruhige Betrachtung selten Zeit bleibt.

Verwandte Begriffe

Federwild flügeln Mausererpel durchziehen einfallen Kampfflug

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