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Schürze
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Rehwild vor
Die längeren Haare am äußeren Geschlechtsteil des weiblichen Rehwildes. Im Winterhaar ist die deutlich sichtbare Schürze ein wichtiges Ansprechmerkmal, um weibliches Rehwild sicher vom Bock ohne Gehörn zu unterscheiden.
In der Praxis
Die Schürze ist das helle Haarbüschel am Feuchtblatt des weiblichen Rehwildes. Im Winterhaar tritt sie deutlich hervor und ist dann das brauchbarste Merkmal, um im Feld weibliches Rehwild anzusprechen — gerade in der Zeit, in der der Bock abgeworfen hat und der Kopfschmuck nicht mehr hilft.
Ihre Aussagekraft geht allerdings nur in eine Richtung. Eine sichtbare Schürze belegt ein weibliches Stück; sie nicht zu sehen beweist keinen Bock. Ungünstiger Winkel, hoher Bewuchs, schlechtes Licht — alles drei genügt, um sie zu verdecken. Wer daraus auf einen Bock schließt, hat geraten.
Das Gegenstück sind Pinsel und Kurzwildbret des Bockes: ebenso eindeutig, wenn die Unterseite frei einzusehen ist, und ebenso auf gute Sicht angewiesen. Beide Merkmale belegen jeweils ein Geschlecht — keines schließt das andere durch sein Fehlen aus. Im Sommerhaar tritt die Schürze deutlich zurück.
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