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Sasse
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Hasenartige sowie Biber und Bisam vor
Das Lager des Hasen, eine flache, in den Boden gedrückte Mulde, in der er tagsüber regungslos drückt. Der Hase verlässt die Sasse erst im letzten Moment. Das Lager des Schalenwildes heißt dagegen Bett, das des Schwarzwildes Kessel.
In der Praxis
Die Sasse ist die flache Mulde, die der Feldhase in den Boden drückt und in der er den Tag verbringt. Er legt sie an trockenen, geschützten Stellen an und wechselt sie mit der Jahreszeit: im Frühjahr gern sonnig und windgeschützt, im Sommer eher in Deckung.
Darin liegt der Unterschied zum Wildkaninchen, das unterirdisch lebt und in den Bau flüchtet. Der Hase hat diesen Ausweg nicht — er verlässt sich zunächst auf Tarnung und drückt sich regungslos, bis der Störer sehr nahe ist. Das ist belegt; warum genau er so lange wartet, ist Deutung.
Für die Praxis folgt daraus zweierlei. Bei der Feldjagd wird die Fläche abgesucht, nicht abgelaufen — ein gedrückter Hase kann sehr lange liegen bleiben, ehe er aufsteht. Und bei Arbeiten in der Fläche, vom Mähen bis zum Grubbern, ist genau dieses Verhalten ein Grund, warum Hasen und Junghasen zu Schaden kommen: Wer sich auf Tarnung verlässt, weicht nicht rechtzeitig aus.
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