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Ranzzeit
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Raubwild vor
Die Zeit, in der das Haarraubwild ranzt, sich also fortpflanzt; beim Fuchs auch Rollzeit genannt. Die Fuchsranz fällt in den Winter und ist am Ranzbellen der Füchse zu erkennen.
In der Praxis
Ranzen sagt man beim Haarraubwild, wo das Schalenwild brunftet und das Schwarzwild rauscht. Beim Fuchs fällt die Ranz, auch Rollzeit genannt, etwa auf die Zeit von Mitte Dezember bis Mitte Februar; sie ist am Ranzbellen zu hören, und die Rüden sind dann viel unterwegs, was sie bejagbar macht. Der Luchs ranzt später, ungefähr von Februar bis April.
Bei Baum- und Steinmarder liegt die Ranz im Hochsommer, etwa von Ende Juni bis Mitte August. Dass die Jungen trotzdem im Frühjahr zur Welt kommen, liegt an der Keimruhe — nachzulesen unter diesem Stichwort.
Der Dachs ist der Sonderfall, bei dem eine feste Zeitangabe in die Irre führt: Paarungen sind bei ihm fast das ganze Jahr über möglich, mit Schwerpunkten im späten Winter und im Sommer. Wer für den Dachs eine einzige Ranzzeit auswendig lernt, lernt etwas Falsches.
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