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nässen
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde, Jagdhunde vor
Wild und Hund lassen Harn ab. Der Ausdruck gehört zur Jägersprache für die Körperfunktionen des Wildes; das Nässen an Markierstellen liefert zudem Hinweise auf Einstand und Revierverhalten, etwa beim Fuchs.
In der Praxis
Nässen heißt, Harn abzusetzen — und zwar bei Haarwild und beim Hund. Federwild ist damit gewöhnlich nicht gemeint. Für das Koten steht ein eigenes Wort: lösen; Nässen und Lösen bezeichnen somit zwei verschiedene Körperfunktionen.
An Markierstellen wird daraus ein Pirschzeichen. Harn kann auf die Nutzung eines Streifgebiets hindeuten, auf soziale Verständigung, auf Reviermarkierung oder auf Paarungsverhalten. Beweisen kann er weder, dass das Stück noch dort ist, noch Anzahl, Geschlecht oder einen dauerhaften Einstand.
Beim Fuchs lässt sich gezieltes Markieren vom bloßen Entleeren unterscheiden: Es dauert kurz, geschieht in besonderer Haltung und gilt auffälligen, wiederholt aufgesuchten Gegenständen. Beide Geschlechter markieren. Für die Deutung entscheidend sind deshalb die Frische der Marke und die übrigen Zeichen ringsum, nicht die Marke allein. Denselben Vorgang bezeichnet übrigens auch das seltenere Wort feuchten.
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