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Einstand
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde vor
Der schützende, regelmäßig aufgesuchte Aufenthaltsort eines Stückes Schalenwild im Revier. Schalenwild ist meist einstandstreu; wird der Einstand anhaltend beunruhigt, wechselt das Wild aus. Dickungen und andere deckungsreiche Partien sind bevorzugte Einstände.
In der Praxis
Der Einstand ist der Ort, an dem Wild regelmäßig ruht oder Deckung sucht — deckungsreich, ungestört und mit kurzen Wegen zur Äsung. Beim Rotwild sind das Dickungen, unterwachsene Altbestände oder schwer zugängliche Hanglagen, beim Schwarzwild zusätzlich Schilf, Brombeerdickichte und im Sommer weite Maisschläge. Wer einen Einstand kennt, weiß, aus welcher Richtung Wild abends austritt, und kann Ansitz und Anmarsch danach ausrichten.
Wild ist einstandstreu, solange es ungestört bleibt. Wiederholte Beunruhigung — Holzarbeit, Freizeitbetrieb, zu häufiger Ansitz an denselben Stellen, Nachsuchen — kann dazu führen, dass ein Einstand aufgegeben und ein anderer angenommen wird. Manchmal reicht dafür ein einziger schlecht gewählter Anmarsch quer durch die Dickung. Um Störungen gering zu halten, wird der Einstand deshalb möglichst nicht betreten, nicht bekirrt und nicht als Ansitzort genutzt.
Erkennen lässt er sich an den Zeichen ringsum, nicht am Hineingehen. Wechsel, die auf eine Dickung zulaufen, Fährten am Rand, Losung, Schlagstellen, Suhlen und Malbäume in der Nähe fügen sich zu einem Bild. Ein Einstand lässt sich damit eingrenzen, ohne ihn je zu durchgehen — und das ist die Voraussetzung dafür, dass er einer bleibt.
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