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Kugellauf
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Waffen und Schießwesen vor
Die Bezeichnung für den gezogenen Büchsenlauf eines bestimmten Kalibers. Bei kombinierten Waffen wie Bockbüchsflinte oder Drilling steht der Kugellauf dem glatten Schrotlauf gegenüber; die Züge versetzen das Geschoss in Drall und stabilisieren so seine Flugbahn.
In der Praxis
Bei kombinierten Waffen — Bockbüchsflinte, Drilling, Doppelbüchse — zeigen die Läufe nicht auf denselben Punkt. Sie werden beim Bau zu einem Laufbündel garniert und anschließend mit einer bestimmten Laborierung auf eine festgelegte Entfernung reguliert, also zusammengeschossen, bis ihre Treffer innerhalb einer Toleranz beieinanderliegen. Mit anderer Munition kann derselbe Lauf erheblich anders treffen.
Fürs Einschießen folgt daraus zweierlei. Jeder Lauf wird einzeln geprüft, und zwar mit genau der Munition, die später geführt wird. Und bei verlöteten Laufbündeln kommt die Wärme hinzu: Mehrere rasch aufeinanderfolgende Kugelschüsse können wandern, weil sich das Bündel verspannt — bei untenliegendem, verlötetem Kugellauf wird klassisch ein Hochschuss beobachtet. Frei liegende oder thermostabil gelagerte Läufe verhalten sich anders; die Abkühlzeiten gibt der Hersteller vor.
Wer eine kombinierte Waffe übernimmt oder die Laborierung wechselt, fängt beim Einschießen von vorn an. Angaben des Vorbesitzers dokumentieren nur die damalige Laborierung und den damaligen Zustand — die Treffpunktlage ist mit der tatsächlich geführten Munition selbst nachzuprüfen.
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