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Kuder
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Raubwild vor
Der männliche Luchs und die männliche Wildkatze. Das weibliche Stück beider Arten wird Katze genannt. Luchs und Wildkatze zählen zum Haarraubwild, sind heute aber vielerorts ganzjährig geschont.
In der Praxis
Kuder heißt das männliche Stück bei zwei Arten: beim Luchs und bei der Wildkatze. Das weibliche Stück beider Arten ist die Katze, das Jungtier bei der Wildkatze ein Kätzchen.
Beide Arten stehen unter besonderem Schutz. In Deutschland sind Luchs und Wildkatze streng geschützt und jagdrechtlich ganzjährig geschont; in Österreich stehen sie in Anhang IV der FFH-Richtlinie, umgesetzt über Landesjagd- und Naturschutzrecht. Praktisch heißt das: Sie gehören zum Prüfungsstoff, nicht zur Strecke.
Umso wichtiger ist das Ansprechen. Die Wildkatze wird regelmäßig mit einer wildfarbenen Hauskatze verwechselt — Anhaltspunkte sind der kräftige, buschige Schwanz mit deutlich abgesetzten dunklen Ringen und stumpfem schwarzem Ende sowie die verwaschene Zeichnung des Körpers. Sicher ist keines dieser Merkmale für sich; im Zweifel wird nicht geschossen, und das gilt hier ohne Einschränkung.
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