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Krähe
Als Krähe wird hier die Aaskrähe bezeichnet, also Raben- und Nebelkrähe; Saatkrähe und Dohle sind eigene Arten mit abweichendem rechtlichen Status. In Mitteleuropa tritt die Aaskrähe als ganz schwarze, überwiegend westlich verbreitete Rabenkrähe und als grau-schwarze, überwiegend östlich verbreitete Nebelkrähe auf; je nach taxonomischem System gelten beide als Unterarten oder als eng verwandte Arten. In der Kontaktzone kommen Mischformen vor.
Aaskrähen sind außerordentlich anpassungsfähig, gesellig und lernfähig. Außerhalb der Brutzeit leben besonders Jungvögel und Nichtbrüter gesellig und nutzen gemeinschaftliche Schlafplätze, während Brutpaare territorial bleiben.
Aaskrähen können örtlich den Schlupf- und Aufzuchterfolg von Bodenbrütern mindern; ein begrenzender Einfluss auf den Gesamtbestand ist dagegen wesentlich seltener nachgewiesen. Eine Bestandswirkung der Bejagung ist vor allem bei gezielter, intensiver und längerfristiger Prädatorensteuerung belegt – gelegentliche Abschüsse senken die örtliche Krähendichte meist nicht dauerhaft.
Die Rechtslage ist in beiden Ländern uneinheitlich. In Deutschland steht die Aaskrähe nicht in der Wildartenliste des Bundesjagdgesetzes; mehrere Bundesländer haben sie dem Landesjagdrecht unterstellt und Jagdzeiten festgesetzt, andernorts greifen naturschutzrechtliche Ausnahmen. In Österreich regeln die Landesjagdgesetze ihre Stellung ebenfalls unterschiedlich – von der Führung als Wild mit Schonzeit bis zur ganzjährigen Schonung mit befristeten Ausnahmeverordnungen. Maßgeblich ist stets die aktuell geltende Regelung.
Der Ruf ist das bekannte, raue Krächzen, das je nach Zusammenhang als Warnung, Kontaktruf oder beim gemeinsamen Hassen auf einen Beutegreifer dient. Dieses Hassverhalten nutzt das feindliche Lockbild, etwa mit einer Uhu- oder Fuchsattrappe. Davon zu unterscheiden ist das freundliche Lockbild: Krähenattrappen täuschen vor dem getarnten Ansitz einen sicheren, ergiebigen Nahrungsplatz vor.
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