Start › Jagdlexikon › H › Haarwild
Haarwild
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Jagdrecht vor
Alle dem Jagdrecht unterliegenden Säugetiere. Kennzeichen sind das Säugen der Nachkommen mit Milch, ein Fell aus Haaren und die gleichwarme Körpertemperatur. Das Gegenstück ist das Federwild, also die jagdbaren Vogelarten.
In der Praxis
Haarwild und Federwild sind die beiden Grundgruppen, in die das Jagdrecht das Wild einteilt, und die Einteilung zieht sich durch die gesamte Fachsprache. Haarwild sind die dem Jagdrecht unterliegenden Säugetiere: Sie säugen ihre Jungen, tragen ein Haarkleid und halten ihre Körpertemperatur konstant. Federwild sind entsprechend die dem jeweiligen Jagdrecht zugeordneten Vogelarten — was nicht heißt, dass alle davon bejagt werden dürfen; viele sind ganzjährig geschont.
Innerhalb des Haarwildes wird weiter unterteilt, und diese Unterteilungen prägen den Wortgebrauch. Schalenwild trägt Schalen und hinterlässt eine Fährte; traditionell spricht man beim übrigen Haarwild von einer Spur, mit Ausnahmen bei den großen Beutegreifern. Beim Raubwild gelten wieder eigene Ausdrücke — Fang statt Äser, Seher statt Lichter, und geworfen statt gesetzt. Die Gruppe liefert damit eine erste Orientierung; zahlreiche Ausdrücke sind allerdings artspezifisch.
Praktisch merkt man sich die Einteilung am ehesten über die Ausnahmen, denn die werden geprüft. Das Schwarzwild ist Schalenwild, folgt aber sprachlich eigenen Regeln: Es frischt statt zu setzen, nimmt Fraß auf statt zu äsen und hat Teller statt Lauscher. Solche Sonderfälle sind historisch gewachsen und folgen keiner zoologischen Systematik — deshalb hilft Auswendiglernen der Ausnahmen mehr als der Versuch, sie herzuleiten.
Verwandte Begriffe
Weiter im Register: alle Begriffe mit H · Jagdlexikon von A bis Z
Jagdsignale hören und lernen – die App
Alle Jagdhornsignale und Tierstimmen lassen sich in der App anhören – dazu Prüfungstrainer, Favoriten und Offline-Nutzung im Revier.
Ein Angebot der NCN-NetConsulting GmbH · Facebook · Datenschutz
