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Gallenblase
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde vor
Eine Gallenblase besitzen unter den heimischen Schalenwildarten die Hornträger sowie das Schwarzwild. Die Hirschartigen, darunter Rot-, Reh-, Dam-, Sika- und Elchwild, haben keine Gallenblase. Bei Arten mit Gallenblase kann austretende Galle das Wildbret verunreinigen.
In der Praxis
Hier ist eine verbreitete Annahme geradezurücken, und sie betrifft ausgerechnet das Rotwild: Die Hirschartigen haben keine Gallenblase. Weder Rot- noch Reh-, Dam-, Sika- oder Elchwild besitzen eine; die Galle fließt bei ihnen unmittelbar aus der Leber ab. Eine Anweisung, beim Aufbrechen von Rotwild die Gallenblase vorsichtig von der Leber zu lösen, geht deshalb ins Leere.
Eine Gallenblase besitzen dagegen die Hornträger — Gams-, Stein- und Muffelwild — sowie das Schwarzwild. Dort ist die Vorsicht am Platz: Austretende Galle macht das Wildbret bitter. Wie viel davon verloren ist, hängt vom Ausmaß ab; verunreinigte Teile werden großzügig entfernt.
Für die Prüfung ist das eine der Fragen, die zuverlässig kommen, und sie lässt sich an einer Linie merken: Hirsche ohne, Hornträger und Schwarzwild mit. Wer beim Aufbrechen zum ersten Mal einen Rothirsch vor sich hat und die Gallenblase sucht, sucht vergeblich — und das ist die richtige Antwort, kein Versehen.
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