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Frettieren
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Hasenartige sowie Biber und Bisam, Allgemeine Jagdkunde vor
Die Jagd mit dem Frettchen im Kaninchenbau. Das Frettchen wird in den Bau gelassen und sprengt die Kaninchen heraus; vor den Röhren erwartet sie der Jäger mit der Flinte oder mit gestellten Haubennetzen.
In der Praxis
Beim Frettieren wird das Frettchen in den Kaninchenbau gelassen. Es sprengt die Kaninchen aus den Röhren; davor erwartet sie der Jäger mit der Flinte, oder es werden Netze über die geeigneten Ausgänge gestellt. Die Jagdart setzt ein ruhiges, gut geführtes Tier voraus und ein Revier, in dem die Baue bekannt sind.
Das praktische Hauptproblem ist der längere Verbleib des Frettchens im Bau: Es hält ein Kaninchen fest, frisst oder ruht, oder es wird im verzweigten Bau aufgehalten. Deshalb wird nicht mit hungrigem Tier gearbeitet, und ein Ortungssender ermöglicht es, im Zweifel gezielt aufzugraben, statt den halben Bau zu öffnen. Zeit einzuplanen gehört zur Vorbereitung: Wer es eilig hat, sollte gar nicht erst anfangen.
Rechtlich ist die Lage unterschiedlich. In Deutschland ist das Frettieren auf Wildkaninchen grundsätzlich eine zulässige Form der Baujagd, gebunden an Jagdzeit, Jagderlaubnis und Tierschutz; landesrechtliche Vorgaben zu Fang, Netzen und zum eingesetzten Tier treten hinzu. Für Österreich lässt sich keine einheitliche Freigabe für alle Länder belegen — dort entscheidet das jeweilige Landesjagdrecht.
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