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Einzeljagd
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde vor
Der Sammelbegriff für Jagdarten, die der Jäger allein ausübt, etwa Ansitz, Pirsch oder die Lockjagd. Sie steht im Gegensatz zur Gesellschaftsjagd, die auf dem Zusammenwirken mehrerer Jäger und Treiber beruht.
In der Praxis
Die Einzeljagd ist die Jagdart der Auswahl. Ansitz, Pirsch und Lockjagd nehmen dem Jäger den Zeitdruck: Er kann in Ruhe ansprechen, warten, das Stück ziehen lassen und am nächsten Abend wiederkommen. Deshalb ist sie die Form, in der gezielt ein bestimmtes Stück nach Alter, Geschlecht und Verfassung entnommen wird.
Ihre Grenze liegt in der Menge. Wo hohe Bestände abgeschöpft werden müssen, vor allem beim Schwarzwild, erreicht der Einzelansitz die nötige Strecke häufig nicht — die Bewegungsjagd bringt an einem Tag, wozu viele Ansitze nicht reichen. Beide Formen ergänzen einander also, statt einander zu ersetzen.
Dafür spielt die Einzeljagd ihre Stärke bei der Versorgung aus. Ein einzeln erlegtes Stück ist binnen Minuten aufgebrochen und lässt sich rasch kühlen; bei der Bewegungsjagd fällt die Strecke in wenigen Stunden an, und die Wildkammer wird zum Engpass. Wer beides betreibt, plant die Einzeljagd deshalb nicht nur nach dem Abschussplan, sondern auch nach dem, was er hinterher versorgen kann.
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