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drücken

Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Hasenartige sowie Biber und Bisam, Rehwild, Federwild vor

Das Verhalten von Wild, das sich fest an den Boden oder in die Deckung drückt, um einer Gefahr zu entgehen. Vor allem Hase, Kitz und Federwild drücken sich und vertrauen auf ihre Tarnung, statt zu flüchten.

In der Praxis

Sich drücken ist eine Tarnstrategie: Das Stück verharrt flach und regungslos in Sasse, Bodenmulde oder Deckung, statt zu flüchten. Gebraucht wird der Ausdruck vor allem für Hase, Kitz und bodenlebendes Federwild wie das Rebhuhn — eine abschließende Artenliste gibt es nicht.

Von zwei ähnlichen Verhaltensweisen ist er zu trennen. Sichern heißt, die Umgebung mit den Sinnen zu prüfen. Verhoffen heißt, das Ziehen oder Flüchten plötzlich zu unterbrechen, oft um anschließend zu sichern. Ein Stück, das sich drückt, kann zugleich sichern; kennzeichnend ist, dass es flach und regungslos in der Deckung bleibt, statt abzuspringen.

Zwei weitere Bedeutungen kommen dazu. Treiber und Hunde können Wild drücken, es also langsam zum Ausweichen bringen — daher der Name Drückjagd. Und an der Waffe drückt man den Abzug, der deshalb auch Drücker heißt. Dass dasselbe Wort das Verhalten des Wildes, die Arbeit der Treiber und einen Waffenteil bezeichnet, ist in der Jägersprache nichts Seltenes.

Verwandte Begriffe

Federwild Drückjagd flüchten Deckung Oberballen abdrücken

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