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Bart
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Gamswild, Federwild vor
Beim Gamswild die verlängerten Rückenhaare des Aalstrichs im Winterhaar, die als Gamsbart den Hut schmücken — kein Kinnbart. Auch der Auerhahn trägt einen Bart aus abstehenden Kehlfedern, den er bei der Balz sträubt.
In der Praxis
Der Gamsbart wächst nicht am Kinn. Es sind die langen Deckhaare am Aalstrich entlang der Rückenlinie — zoologisch überwiegend Leithaare, in jagdlichen Darstellungen teilweise Grannenhaare genannt —, die im Winterhaar ihre größte Länge erreichen und erst im Frühjahr gewechselt werden. Gute Bartdecken fallen etwa zwischen Ende November und Januar an.
Gebunden wird der klassische Gamsbart aus den langen Rückenhaaren des Wintergamsbockes am Aalstrich; das kleinere, rund gearbeitete Gamsradl besteht aus kürzeren Gamshaaren. Ein gebundener Bart ist kein natürlicher Büschel: Gereinigte, nach Länge und Farbe sortierte Bündel werden kreis- oder fächerförmig zusammengeschnürt.
Beurteilt wird er nach langen, geraden, unbeschädigten Haaren, nach Fülle und dunkler Grundfarbe. Einen Bart trägt übrigens auch der Auerhahn — dort besteht er aus verlängerten Kehlfedern, die er bei der Balz sträubt, also aus Federn und nicht aus Haaren.
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