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Zeichen
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Rotwild vor
Zeichen ist ein jagdsprachlicher Oberbegriff für wahrnehmbare Hinweise am Wild oder im Gelände. Dazu gehören Fährtenzeichen, Pirschzeichen am Anschuss und auf der Wundfährte sowie Schusszeichen als beobachtete Reaktion des Wildes auf den Treffer.
In der Praxis
Zeichen ist in der Jägersprache ein Oberbegriff, kein einzelner Ausdruck. Es gibt Fährtenzeichen — die Merkmale in der Fährte —, es gibt Pirschzeichen am Anschuss und auf der Wundfährte, und es gibt das Schusszeichen.
Fährtenzeichen können Hinweise auf Wildart, Geschlecht und Stärke geben; eine sichere Altersbestimmung allein aus einem einzelnen Trittsiegel ist regelmäßig nicht möglich. Das Schusszeichen dagegen ist die beobachtete Reaktion im Augenblick des Treffers: „Das Wild zeichnet“ heißt, es reagiert sichtbar auf den Geschosseinschlag — durch Zusammenzucken, Hochflucht, Ausschlagen, Einknicken oder Zusammenbrechen.
Diese drei auseinanderzuhalten lohnt sich. Das Zeichnen kann Hinweise auf die Trefferlage geben, kann aber schwach ausfallen oder ganz ausbleiben; es ist selbst kein am Boden gefundenes Pirschzeichen. Von „Zeichen“ allein zu sprechen sagt deshalb noch nicht, wovon die Rede ist. Zur praktischen Beurteilung von Schweiß, Haar und Knochensplittern siehe Schweißfährte.
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