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Wundbett

Die Stelle, an der sich ein krankes, beschossenes Stück Wild niedertut. Im Wundbett finden sich oft Schweiß und Haare, die Aufschluss über den Sitz des Schusses geben; wird das Stück dort hochgemacht, flüchtet es weiter.

In der Praxis

Ein Wundbett ist die Stelle, an der sich ein krankes Stück niedergetan hat. Erkennbar ist es an gedrücktem Bewuchs, oft an Schweiß und Haaren, manchmal an ausgetretenem Wundsekret — und daran, dass die Fährte dort endet und in anderer Richtung wieder aufnimmt.

Für die Nachsuche ist es ein Wegweiser und eine Warnung zugleich. Es zeigt an, dass das Stück Ruhe gesucht hat, und was dort liegt, kann weitere Hinweise auf den Treffersitz geben. Zugleich heißt ein warmes Wundbett, dass das Stück eben erst hochgeworden ist — dann ist Vorsicht geboten, denn krankes Schwarzwild kann annehmen.

Zahl und Abstand der Wundbetten sind nur zusammen mit den Trefferzeichen, der Beunruhigung des Stückes, dem Gelände und der übrigen Fährte zu bewerten; selbst schwer verletztes Schwarzwild kann weit ziehen. Die Entscheidung, ob weitergesucht oder gewartet wird, trifft das Gespann, nicht der Schütze.

Verwandte Begriffe

Schweiß Stück aufmüden Wundfährte Wundspur wund

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