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Wolle
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Hasenartige sowie Biber und Bisam vor
Die Behaarung von Hase und Kaninchen. Auch hier unterscheidet die Jägersprache fein: Schalenwild trägt die Decke, Raubwild den Balg, Schwarzwild die Schwarte, Hase und Kanin eben Wolle.
In der Praxis
Wolle heißt die Behaarung von Hase und Kaninchen; die behaarte Haut selbst ist der Balg. Beim Schalenwild spricht man von der Decke, beim Schwarzwild und beim Dachs von der Schwarte — eine der Zuordnungen, die in der Prüfung sicher gefragt werden. Beim Biber ist die Quellenlage uneinheitlich: Fachwörterbücher führen ihn teils beim Balg, teils steht Fell ausdrücklich für die Haut des Bibers.
Der Feldhase wechselt die Wolle zweimal im Jahr. Der Frühjahrswechsel zieht sich ungefähr von Februar bis Juni, der Herbstwechsel etwa von Juli bis November; Verlauf und Dauer schwanken mit Witterung und Gegend erheblich. Anders als manche nordischen Verwandten wird er dabei nicht weiß.
Praktisch zählt der Zustand der Wolle bei der Verwertung: Im vollen Winterhaar ist sie dicht und gleichmäßig, im Haarwechsel ungleich lang und stellenweise dünn. Ein Balg aus dieser Zeit ist entsprechend weniger wert.
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