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Waldhühner

Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Federwild vor

Sammelbezeichnung für die im Wald lebenden Raufußhühner: Auer-, Birk- und Haselwild. Kennzeichnend sind die befiederten Ständer und die Balzstifte an den Zehen; vielerorts sind die Waldhühner heute ganzjährig geschont.

In der Praxis

Waldhühner heißen Auer-, Birk- und Haselwild — die Raufußhühner, die im Wald leben. Das Alpenschneehuhn zählt ebenfalls zu den Raufußhühnern, gehört aber nicht zu den Waldhühnern: Es lebt oberhalb der Waldgrenze. Diese Trennung wird gern abgefragt.

„Raufuß“ meint die befiederten Läufe. Die Beine sind bis zu den Zehen mit Federn besetzt, beim Alpenschneehuhn reicht die Befiederung besonders weit. Davon zu unterscheiden sind die Balzstifte: hornige Auswüchse an den Zehenrändern, die im Winter die Auftrittsfläche verbreitern wie Schneeschuhe und mit der Mauser erneuert werden. Sie sind ein zusätzliches Merkmal, keine Worterklärung.

Auer- und Haselhuhn sowie die mitteleuropäische Unterart des Birkhuhns und die alpine Unterart des Alpenschneehuhns stehen in Anhang I der EU-Vogelschutzrichtlinie. Daraus folgt besonderer Lebensraumschutz, aber kein automatisches Jagdverbot. Ob eine Art bejagt werden darf, ergibt sich in Deutschland aus Bundes- und Landesrecht, in Österreich aus dem jeweiligen Landesrecht; Anhang-I-Status und Schusszeit sind getrennte Fragen.

Verwandte Begriffe

Raufußhühner Ständer Balzrosen Weidkorn Gesperre plittern

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