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Steingeiß
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Steinwild vor
Das weibliche Stück Steinwild. Der männliche Vertreter ist der Steinbock, das Jungtier das Steinkitz; Steinwild gehört zum Schalenwild und lebt im Hochgebirge oberhalb der Waldgrenze.
In der Praxis
Auch die Steingeiß trägt Hörner, und zwar lebenslang — hornlos ist sie nicht. Ihre sind dünn, kaum gebogen und meist 25 bis 35 Zentimeter lang. Die des Bockes werden bis etwa einen Meter lang, sind säbelartig gebogen und tragen deutliche Schmuckknoten.
Dazu kommt der Körper: Die Geiß wiegt etwa 40 bis 50 Kilogramm und wirkt zierlich, der Bock 70 bis 120 mit kräftigem Hals und schwerer Vorderpartie. Der Bock trägt einen Kinnbart, der bei älteren Stücken besonders deutlich hervortritt; junge Böcke werden deshalb anhand mehrerer Merkmale wie Hornform, Körperbau und Verhalten angesprochen.
Die Brunft fällt überwiegend auf Dezember und Anfang Januar, die Tragzeit beträgt rund 167 Tage, und in den ersten drei Juniwochen wird meist ein Kitz gesetzt; Zwillinge sind im Freiland sehr selten. Die deutschen Freilandbestände leben in den Bayerischen Alpen; da für Steinwild weder bundesrechtlich noch in Bayern eine reguläre Jagdzeit festgesetzt ist, ist es ganzjährig zu schonen. In Österreich wird nach Landesrecht und Abschussplan bejagt.
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