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Schnitthaar
Die Haare, die das eindringende Geschoss vom Wildkörper abtrennt und die an der Anschussstelle liegen. Als Pirschzeichen sind Schnitthaare prüfungsrelevant: Menge, Farbe und Beschaffenheit geben wichtige Hinweise auf den Sitz des Treffers und damit auf die Nachsuche.
In der Praxis
Schnitthaare sind die Haare, die das Geschoss beim Eindringen vom Wildkörper abtrennt. Sie liegen am Anschuss, oft in einem kleinen Büschel, und gehören zu den Pirschzeichen, aus denen sich der Treffersitz eingrenzen lässt — vorausgesetzt, man weiß, wie das Haar an den verschiedenen Körperstellen aussieht.
Länge, Stärke, Färbung und Kräuselung unterscheiden sich nach Wildart, Körperstelle und Jahreszeit — Sommer- und Winterhaar sehen verschieden aus. Eine grobe Eingrenzung des Treffersitzes setzt deshalb eine artspezifische Beurteilung voraus; Vergleichshaare eines erlegten Stückes helfen dabei erheblich. Wer die Haare einmal in Ruhe angesehen und mit der Hand geprüft hat, tut sich später leichter als jemand, der nur Beschreibungen kennt.
Wie bei allen Pirschzeichen trägt das Haar allein keine Diagnose. Erst zusammen mit Schweiß, Knochensplittern, Mageninhalt und dem beobachteten Verhalten des Stückes entsteht ein Bild — und auch dieses bleibt ein Verdacht, den erst die Nachsuche klärt.
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