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Pansen
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde vor
Der Pansen ist der große erste Vormagen der Wiederkäuer. Nicht jedes Schalenwild besitzt einen Pansen; insbesondere ist das Schwarzwild kein Wiederkäuer.
In der Praxis
Der Pansen ist der größte der vier Mägen des Wiederkäuers — und damit hat nicht jedes Schalenwild einen. Das Schwarzwild ist kein Wiederkäuer und besitzt keinen Pansen.
Die Reihenfolge, nach der gefragt wird, lautet: Pansen, Netzmagen — auch Haube genannt —, Blättermagen — auch Psalter — und Labmagen. Die ersten drei sind Vormägen; allein der Labmagen besitzt Drüsen, die Säure und Verdauungsenzyme abgeben, während im Pansen vor allem Mikroorganismen die Äsung aufschließen. Pansen und Netzmagen arbeiten dabei als Einheit, weshalb der Weg der Nahrung beim Wiederkäuen nicht streng von einem zum nächsten führt.
Der Panseninhalt wird gern befragt, verrät aber weniger, als man ihm zutraut. Er zeigt die in jüngerer Zeit aufgenommene Äsung und lässt Pflanzenanteile erkennen. Er beweist weder die langfristigen Äsungsgewohnheiten noch, wo geäst wurde, noch was insgesamt verfügbar war: Schwer verdauliche Bestandteile bleiben länger liegen und erscheinen dadurch überrepräsentiert.
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