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nadeln
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Federwild vor
Das Abäsen von Nadeln durch Auerwild. Vor allem im Winter lebt das Auerwild fast ausschließlich von Nadeln und Knospen der Nadelbäume; das Äsen von Knospen heißt daneben prossen.
In der Praxis
Nadeln heißt das Abäsen von Nadeln durch das Auerwild — und dahinter steht eine der bemerkenswertesten Anpassungen unseres Federwilds. Im Winter besteht die Äsung des Auerwildes fast ausschließlich aus Nadeln, je nach Gegend vor allem von Kiefer, Fichte und Tanne. Das Äsen von Knospen heißt daneben prossen.
Dass ein Vogel davon leben kann, hat zwei Voraussetzungen. Im Muskelmagen unterstützen aufgenommene Magensteinchen, die Gastrolithen, das Zermahlen des groben Materials. Und in den langen, paarigen Blinddärmen schließen Bakterien die Zellulose auf und machen die Nährstoffe überhaupt verfügbar. Wiedergekäut wird dabei nichts — die Aufschließung geschieht im Darm, nicht im Maul.
Für die Hege folgt daraus mehr, als es zunächst scheint: Auerwild braucht im Winter erreichbare Nadelzweige, also alte, licht stehende Bäume. Wo diese Winteräsung fehlt, fehlt eine der Voraussetzungen — auch dann, wenn der Sommerlebensraum gut ausgestattet ist.
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