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Lichter
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde vor
Die Augen des Schalenwildes. Auch hier trennt die Jägersprache nach Wildarten: Beim Hasen und beim Raubwild spricht man von Sehern. Gebrochene, also glanzlos gewordene Lichter zählen zu den sicheren Totzeichen eines erlegten Stückes.
In der Praxis
Das Auge des Schalenwildes ist an Dämmerung angepasst und reagiert empfindlich auf Bewegung; räumliches Sehen und Detailwahrnehmung sind dabei durchaus vorhanden. Für den Jäger heißt das vor allem: Bewegung erhöht die Entdeckungswahrscheinlichkeit deutlich. Ein regungslos sitzender Jäger vor einem Hintergrund wird oft übersehen, dieselbe Person mit gedrehtem Kopf nicht.
Beim Farbensehen liegt ein verbreiteter Irrtum. Cerviden sehen dichromatisch: Blau- und Grüntöne werden gut unterschieden, Rot dagegen schlecht — Signalrot wirkt für Wild also anders als für den Menschen. Zugleich sind Helligkeitskontrast und die UV-Reflexion mancher Textilien von Bedeutung. Kleidung ist damit nicht gleichgültig, aber Bewegungsruhe und das Vermeiden einer freistehenden Silhouette wirken unabhängig davon.
Wild, das den Kopf hebt und den Jäger fixiert, kann durch Bewegung, Kontur, Geräusch oder Witterung aufmerksam geworden sein; Stillhalten ist dann meist wirksamer als Wegducken. Am erlegten Stück haben die Lichter eine andere Bedeutung: Gebrochene, also glanzlos gewordene Lichter sind ein Hinweis auf den Tod, aber kein Beweis — maßgeblich sind fehlende Atmung und der fehlende Kornealreflex. Sprachlich heißen Lichter die Augen des Schalenwildes; beim Haarraubwild sowie bei Hase, Kaninchen und Murmeltier spricht man von Sehern.
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