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Lecker
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde vor
Die Bezeichnung für die Zunge des Schalenwildes mit Ausnahme des Schwarzwildes, bei dem schlicht von der Zunge gesprochen wird. Solche Sonderstellungen des Schwarzwildes sind typisch für die Jägersprache – wie bei den Tellern statt der Lauscher.
In der Praxis
Lecker heißt die Zunge des wiederkäuenden Schalenwildes. Beim Schwarzwild sagt man dagegen schlicht Zunge — eine der Sonderstellungen, die das Schwarzwild in der Jägersprache immer wieder einnimmt, wie beim Teller statt des Lauschers oder beim Gebrech statt des Äsers.
Praktisch spielt der Lecker beim Versorgen eine Rolle. Er zählt zum kleinen Jägerrecht, bleibt beim Aufbrechen zunächst am Haupt und wird daraus gesondert ausgelöst; als Delikatesse hat er eine eigene Tradition. Beim Ansprechen hilft er nicht — man sieht ihn im Feld nicht.
Wer die Systematik einmal beisammen hat, spart sich viele Einzelfragen: Äser beim wiederkäuenden Schalenwild, Gebrech beim Schwarzwild, Fang beim Raubwild und beim Hund. Der Lecker folgt derselben Linie — er gehört zum Äser, nicht zum Gebrech.
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