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Lamm
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Muffelwild vor
Ein junges Stück Muffelwild im ersten Lebensjahr. Das weibliche Muffelwild wird Schaf genannt, das männliche Widder; das Gebären der Lämmer heißt beim Muffelwild lämmern.
In der Praxis
Das Lamm ist das Muffelwild im ersten Lebensjahr. Meist wird ein einziges gesetzt; Zwillinge kommen nur bei etwa fünf bis zehn Prozent der Geburten vor. Bei der Geburt wiegt es rund zweieinhalb Kilogramm.
Nach rund 21 bis 22 Wochen Tragzeit setzt das Schaf überwiegend im März oder April; regional reicht die Lammzeit bis in den Mai. Das Lamm folgt der Mutter sehr bald, wird aber vier bis fünf Monate gesäugt; die enge Bindung lockert sich erst im Herbst, und Jungtiere können anderthalb Jahre beim Muttertier bleiben.
Zum Ausdruck: „Lämmern“ ist als jagdsprachliches Wort für das Gebären belegt, aber nicht das einzige — allgemeinsprachlich heißt es eher „lammen“, und eindeutig ist ohnehin: Das Muffelschaf setzt ein Lamm. Die mitteleuropäischen Bestände gehen auf Aussetzungen zurück, die in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts einsetzten; die genaue Abstammung des Europäischen Mufflons ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt.
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