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Korn
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Waffen und Schießwesen vor
Der vordere Teil der Zielvorrichtung eines Gewehres, einer Pistole oder eines Revolvers. Zusammen mit der Kimme bildet das Korn die offene Visierung; beim Zielen sitzt das Korn mittig und gestrichen in der Kimme.
In der Praxis
Perlkorn, Balkenkorn und Dachkorn sind verschiedene Formen des Korns — die Bezeichnungen gehören zum Prüfungsstoff. Davon zu trennen ist die Zielweise: Gestrichen heißt das Visierbild, bei dem das Korn mittig in der Kimme steht und seine Oberkante mit der Kimmenoberkante auf gleicher Höhe liegt. Wie schnell und wie genau ein Korn erfasst wird, hängt nicht allein von der Form ab, sondern ebenso von Breite, Höhe, Farbe, Kontrast und Licht.
Daraus ergibt sich eine Abwägung. Ein gröberes oder auffälligeres Korn ist schneller zu finden, was auf der Drückjagd zählt; es deckt auf größere Entfernung aber mehr vom Ziel ab, weil es einen größeren Winkel überdeckt. Wer weit und genau schießen will, braucht ein feineres Korn oder eine Optik.
Das Korn steht vorn und ungeschützt. Ein Stoß beim Anstellen der Waffe oder im Futteral kann es verbiegen, ohne dass es auffällt; Kornschutzvorrichtungen sollen genau das verhindern. Klapp- und Wechselkorne dienen dagegen je nach Bauart eher dem Wechsel des Kornbildes als dem Stoßschutz. Wer die Waffe hart angestoßen hat, prüft die Treffpunktlage, bevor er sie wieder ins Revier nimmt.
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