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Geschlechterverhältnis
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde, Jagdrecht vor
Das zahlenmäßige Verhältnis männlicher zu weiblichen Stücken einer Wildart in einem bestimmten Gebiet. Ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis von etwa 1:1 gilt beim Schalenwild vielerorts als Hegeziel und fließt in die Abschussplanung ein.
In der Praxis
Ein Verhältnis von 1:1 ist ein verbreitetes Managementziel, aber keine deutschland- oder österreichweit verbindliche Vorgabe. Die bayerischen Schalenwildrichtlinien streben es bei normalem Wildbestand an; beim Gamswild kann der weibliche Anteil höher liegen.
Biologisch ist ein weiblicher Überhang kein Hindernis. Schalenwild ist polygyn — ein männliches Stück beschlägt mehrere weibliche. Solange genügend fortpflanzungsfähige männliche Stücke vorhanden sind, wird der Zuwachs vor allem durch Zahl und Kondition der weiblichen Stücke bestimmt.
Wirkung zeigt ein starkes Missverhältnis trotzdem, vor allem wenn reife Hirsche fehlen. Brunft und Beschlag ziehen sich auseinander, die Nachbrunft nimmt zu, und die Setztermine verteilen sich über einen längeren Zeitraum — spät gesetzte Kälber gehen schwächer in den Winter. Am besten belegt ist das für Rotwild; pauschal für jede Schalenwildart gilt es nicht.
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